Das in der Ausbildung zur Atem- und KörpertherapeutIn erworbene Wissen lässt sich sehr gut in bereits bestehende berufliche Ausrichtungen wie medizinische, erzieherische, therapeutische oder pflegerische Tätigkeiten, Musik- oder Sportpädagogik etc. integrieren und eignet sich somit für die Erweiterung und Spezialisierung des eigenen Berufsfeldes.
zfakt berufsbild 9716 klGegebenenfalls kann auch eine selbstständige Tätigkeit aufgebaut werden. Mögliche Arbeitsfelder sind u.a. der Bereich der Gesundheitserziehung, der Prävention und Nachsorge, der Geburtsvorbereitung, der Erwachsenenbildung, der Seniorenbetreuung und Hospizarbeit, aber auch Bereiche des kreativen Ausdrucks durch Sprache und Stimme (Schauspiel), Musik und Tanz oder die Arbeit mit Kindern und Arbeitsbereiche der personalen und spirituellen Entwicklung.

Das atempädagogische Weiterbildungszertifikat (nach 1,5 Jahren) befähigt zu einem übenden Arbeiten, vorwiegend in Form pädagogisch ausgerichteter Gruppenangebote.
Der atem- und körpertherapeutische Abschluss (nach 3 Jahren) mit BVA/AFA-Zertifikat belegt die Fähigkeit, auf die jeweils individuelle Befindlichkeit und Symptomatik der KlientInnen eingehen zu können.

Deutschland:

Neben den oben genannten Tätigkeitsfeldern darf die Atem- und KörpertherapeutIn in Deutschland nach Ablegen einer staatlich anerkannten Heilpraktiker-Prüfung freiberuflich in eigener Praxis auch im medizinischen Bereich arbeiten und kann mit verschiedenen privaten Krankenkassen oder Zusatzversicherungen abrechnen. Auch eine Anstellung in psychosomatischen Kliniken ist möglich.

Aufbauend auf die Ausbildung als Atem- und KörpertherapeutIn sind psychotherapeutisch orientierte Weiterbildungsangebote möglich, die - nach Erfüllen der erforderlichen Bedingungen - die Mitgliedschaft bei der Deutschen Gesellschaft für Körperpsychotherapie / DGK ermöglichen.

Mit dem Abschluss der Ausbildung (bzw. parallel dazu als duales Angebot) ist zudem ein Bachelorstudium am Steinbeis-Transfer-Institut / Institut für komplementäre Methoden Frankfurt am Main möglich. (Bei abgeschlossener Ausbildung Zugang auch mit Realschulabschluss.) Abschluss: Bachelor of Science, Komplementäre Methoden in der Fachrichtung Atemtherapie.

Schweiz:

Abrechnen über die Krankenkasse

In der Schweiz besteht die Möglichkeit nach Abschluss der Ausbildung und der absolvierten Praktikumsstunden beim Atemfachverband Schweiz AFS Mitglied zu werden und danach bei EMR (ASCA und EGK) ein Registrierungsgesuch einzureichen (bitte Bedingungen und Aufnahmereglemente der jeweiligen Registrierungsstellen beachten).

Nach Registrierungsanerkennung kann der Therapeut / die Therapeutin über die Zusatzversicherung der meisten Krankenkassen nach deren Bedingungen abrechnen.

Höhere Fachprüfung KomplementärTherapie

Nach Ausbildungsabschluss kann bei der OdA KT über das Gleichwertigkeitsverfahren das Branchenzertifikat KT beantragt werden.

Nach Erlangung des Branchenzertifikates und weiteren zwei Jahren praktischer Berufserfahrung und Supervision kann der Therapeut/ die Therapeutin über die Höhere Fachprüfung KomplementärTherapie (HFP KT) das eidgenössische Diplom Komplementärtherapie, Methode Atemtherapie erlangen.